SELFMADE CITY. Berlin: Stadtgestaltung und Wohnprojekte in Eigeninitiative // zweite Auflage

Veröffentlicht am 18. August 2013 by kristienring

Berlin gilt als Stadt der Raumpioniere, als Ort selbstinitiierter Raumaneignung. Nischen und Lücken werden besetzt, vergessene Orte und Bestandsbauten neu bespielt. Durch selbstbestimmtes räumliches Gestalten, Bauen, Wohnen und Arbeiten – sei es in Form von Baugruppen, Genossenschaften, Co-Working-Spaces oder anderen Projektformen – ist in Berlin innerhalb der letzten zehn Jahre eine architektonische Vielfalt und Qualität entstanden wie in kaum einer anderen europäischen Stadt. SELFMADE CITY nimmt diese Entwicklung zum Anlass für eine Bestandsaufnahme von mehr als 120 Projekten, ein qualitatives Resümee und eine Präsentation von 50 „Best-Practice“-Beispielen. Welche Beiträge leisten private Initiativen bereits in der Stadtentwicklung beziehungsweise könnten sie zukünftig leisten? Wodurch generieren SELFMADE-Projekte welchen Mehrwert? Und was bedeuten sie für die urbane Qualität Berlins? Kristien Ring, AA PROJECTS und Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin (Hg.) Klappenbroschur 21 x 27 cm 224 Seiten mit zahlr. farb. Abb. EUR (D) 29,80 SF r 38,80 ISBN 978-3-86859-167-5 2013 BESTELLUNGEN: JovisVerlag

Hintergrund SELFMADE CITY BERLIN ist eine Initiative der Kuratorin Kristien Ring (AA Projects). SMC ist eine Fortführung und Erweiterung des Ausstellungs- und Publikationsprojekt „auf.einander.bauen –BAUGRUPPEN IN DER STADT“ an, das Kristien Ring im Jahr 2007 im Deutschen Architektur Zentrum DAZ präsentiert hat. Während der achtwöchigen Präsentationszeit im Deutschen Architektur Zentrum DAZ wurde die Ausstellung von mehr als 3.000 Besuchern besichtigt. Die in diesem Rahmen im Jovis Verlag mit einer Auflage von 2.500 Exemplaren veröffentlichte Publikation war 2008 bereits vergriffen. Der Fokus von SELFMADE CITY BERLIN richtet sich nicht nur auf Baugruppen und selbstbestimmte Wohnprojekte, sondern auch auf andere Projekte, durch die Berliner Stadtraum in Eigeninitiative neu gestaltet worden ist, wie z.B. die Prinzessinengärtenin Kreuzberg oder das ExRotaprint-Gelände in Wedding. Ziel von SELFMADE CITY BERLIN ist es, die Qualitäten dieser Projekte mit besonderem Blick auf gestalterische Aspekte herauszuarbeiten. Es gilt, dieses spezifische Berliner Potenzial zu bewahren. Geplant ist bis zum Herbst 2013 die Realisierung einer Webseite sowie weitere Veranstaltungen und Besichtigungen, die zum einen ein breites Publikum erreicht, zum anderen Diskussionen und politische Entscheidungsprozesse in Gang bringt. Welche Qualitäten wurden durch die Eigeninitiative von Architekten, Bauherren und anderen Raumpionieren tatsächlich geschaffen? Worin bestehen die zukünftigen Potenziale für Berlins Stadtentwicklung? Was sind zukunftsweisende Arbeitsfelder und Strategien, aber auch Bedingungen und Voraussetzungen für eigeninitiierte Raumgestaltung mit hohem qualitativen Anspruch? Projekt Partner: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin